Im Jahr 2024 gab die Schweiz schätzungsweise 1,5 Mrd. Franken für Gesundheitsförderung und Prävention (GFP) aus. Dies entsprach einem Anteil von 1,5% an den Gesamtkosten des Gesundheitswesens (siehe Indikator «Ausgaben für GFP nach Leistungen»).
Bund, Kantone und Gemeinden trugen im Jahr 2024 51% der Ausgaben für GFP, wobei die Unterschiede zwischen den Kantonen beträchtlich sind. Ein weiterer Anteil von 32% wurde privat finanziert, sei es über private Haushalte oder über andere private Träger wie das Schweizerische Rote Kreuz oder die Gesundheitsligen. Die Sozialversicherungen trugen schliesslich mit einem Anteil von 17% zu den Ausgaben bei.
Im Vergleich zu den anderen Jahren waren die Ausgaben im Zeitraum von 2020 bis 2023 zwischen den Finanzierungsregimen anders verteilt. Grund dafür war die Covid-19-Pandemie mit den damit einhergehenden höheren Ausgaben des Bundes und der Kantone (u.a. für Impfprogramme; Covid-19-Tests werden im Indikator nicht berücksichtigt). Im Jahr 2024 hat sich die Verteilung zwischen den Finanzierungsregimen wieder dem Stand vor der Pandemie angeglichen.
Dieser Indikator ist Teil des Monitoringsystems Sucht und NCD (MonAM) des Bundesamtes für Gesundheit (BAG).
Gesund älter werden ist ein wichtiges Ziel der bundesrätlichen Strategie Gesundheit2030. Menschen aller Altersgruppen sollen günstige Bedingungen antreffen, die ihnen ein gesundes Leben ermöglichen. Damit soll auch der ungünstigen Kostenentwicklung im Gesundheitssystem entgegengesteuert werden. Massnahmen im Bereich der GFP leisten einen wichtigen Beitrag, um diesen Zielen näherzukommen. Studien zeigen, dass sich Investitionen in GFP lohnen, denn jeder in GFP investierte Franken spart ein Vielfaches an Kosten ein (Wieser et al., 2010; Bertram et al., 2018).
Dieser Indikator zeigt einerseits die Ausgaben für Gesundheitsförderung und Prävention (GFP) in der Schweiz und die Anteile der folgenden Finanzierungsregime: Bund, Kantone, Gemeinden, obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP), Unfallversicherung (UV) und private Finanzierung (Grafik 1). Andererseits werden die GFP-Ausgaben der Kantone und Gemeinden als Anteil der Gesamtausgaben eines Kantons und seiner Gemeinden für das Gesundheitswesen gezeigt (Grafik 2). Die Daten werden jährlich aktualisiert.
Die Ausgaben für GFP nach Finanzierungsregime (Grafik 1) werden auf Basis der Statistik «Kosten und Finanzierung des Gesundheitswesens» des Bundesamtes für Statistik (BFS) berechnet. Die Statistik orientiert sich an der Methodik von Systems of Health Accounts (SHA; OECD, 2017) und präsentiert eine Synthese aus sämtlichem verfügbaren Zahlenmaterial zur Schätzung der Geldströme rund um die Produktion, den Konsum und die Finanzierung von Gütern und Dienstleistungen des schweizerischen Gesundheitswesens während eines Jahres. In den Ausgaben sind sowohl Sach- als auch Personalkosten enthalten. Für diesen Indikator werden die Geldströme des Bereichs «Prävention» ausgewertet, der nachfolgende Kategorien umfasst (vgl. Indikator «Ausgaben für GFP nach Leistungen»). Im Gegensatz zur Statistik des BFS wird die Subkategorie «Tests» in diesem Indikator nicht berücksichtigt:
Bundesamt für Gesundheit BAG
Tel. +41 58 462 95 05
media@bag.admin.ch
Tel. +41 58 463 60 45
obsan@bfs.admin.ch
https://www.obsan.ch/de/kontakt
15.06.2026
BAG & Obsan (2026). Ausgaben für Gesundheitsförderung und Prävention nach Finanzierungsregime (MonAM-Indikator). https://ind.obsan.admin.ch/indicator/monam/_271