Im Jahr 2025 konsumieren 4,1% der Bevölkerung in der Schweiz mindestens monatlich E-Zigaretten. Dieser Anteil hat seit 2022 zugenommen. Die Mehrheit der Konsumierenden dampft täglich (2,4% der Bevölkerung), 0,8% wöchentlich und 0,9% monatlich. Der Konsum von E-Zigaretten ist bei den 15- bis 19-jährigen Jugendlichen tendenziell am stärksten verbreitet: 9,2% gaben 2025 an, mindestens einmal im Monat E-Zigaretten zu konsumieren.

11,2% der Personen, die herkömmliche Zigaretten rauchen, konsumieren auch E-Zigaretten. Von den Ex-Rauchenden sind es 6,5%, die E-Zigaretten dampfen und von jenen, die nie herkömmliche Zigaretten geraucht haben, sind es 1,5%. 

Dieser Indikator ist Teil des Monitoringsystems Sucht und NCD (MonAM) des Bundesamtes für Gesundheit (BAG).

Zugeordnete Themen

Das Angebot an E-Zigaretten (auch Vapes oder ENDS genannt) sowie an Tabakprodukten zum Erhitzen (vgl. Indikator «Konsum von Tabakprodukten zum Erhitzen») ist in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Die Produkte werden von den Herstellern gezielt attraktiv gestaltet und vermarktet, insbesondere mit Blick auf junge Menschen. Infolgedessen können E-Zigaretten einen Einstieg in die Nikotinabhängigkeit begünstigen. Aus diesem Grund sind Kenntnisse zum Konsum von E-Zigaretten nötig, ebenso wie zum dualen Konsum und zum Konsum durch Personen, die nie herkömmliche Zigaretten geraucht haben.

E-Zigaretten enthalten schädliche Stoffe wie z.B. Lösungsmittelbestandteile, tabakspezifische Nitrosamine, flüchtige organische Verbindungen, Aromastoffe und Metalle, die bei Gebrauch eingeatmet werden (BLV, 2022). Jene mit Nikotin können abhängig machen. Zudem genügen viele Produkte den gesetzlichen Mindestanforderungen nicht (Dussy et al., 2023). Die längerfristigen Auswirkungen des Gebrauchs von E-Zigaretten sind noch unbekannt, da mögliche Folgeerkrankungen wie z.B. Krebs, Herz-Kreislauf- oder Atemwegserkrankungen erst Jahre später auftreten (CDC, 2024).

Der Indikator steht im Zusammenhang mit der Gesundheitsförderung, Prävention und Früherkennung. Er soll Veränderungen im Konsum von Tabak- und Nikotinerzeugnissen aufzeigen, damit gegebenenfalls rechtzeitig präventive Massnahmen in die Wege geleitet werden können.

Definition

Der Indikator zeigt den Anteil der Bevölkerung, der täglich, wöchentlich oder monatlich E-Zigaretten konsumiert sowie die Verteilung des Konsums nach Häufigkeit.

Ab 2022 stammen die Daten aus der Online-Erhebung «Gesundheit und Lifestyle» des Bundesamtes für Gesundheit in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Statistik (n2022 ≈ 5400; n2023, n2024 ≈ 6000, n2025 ≈ 5800); vorher aus der Schweizerischen Gesundheitsbefragung (SGB; n2017 ≈ 22 000). 

Die Frage der Erhebung «Gesundheit und Lifestyle» lautet: «Konsumieren Sie folgende Produkte?» Neben anderen Tabak- und Nikotinprodukten wurden E-Zigaretten aufgeführt mit folgenden Antwortmöglichkeiten: «Nein / Ja, weniger als einmal monatlich / Ja, mindestens einmal monatlich / Ja, mindestens einmal wöchentlich / Ja, täglich».

Datenbruch zwischen 2017 und 2022: Bei der Erhebung «Gesundheit und Lifestyle» (ab 2022) handelt es sich um eine Online-Befragung, bei der SGB 2017 um eine telefonische Befragung. Bei der Erhebung «Gesundheit und Lifestyle» wurden zudem alle Teilnehmenden nach dem E-Zigaretten-Konsum befragt, während die Teilnehmenden der SGB 2017 zuerst generell gefragt wurden, ob sie rauchen (E-Zigaretten und erhitzte Tabakprodukte zählten auch dazu) und nur nach den spezifischen Produkten befragt wurden, falls sie angaben, zu rauchen. Somit haben sich die Befragungsmodalität, die befragte Bevölkerungsgruppe sowie die Frage selbst geändert.

Quellen

Referenzen

  • Bundesamt für Gesundheit (BAG) (2023). Konsum von E-Zigaretten, Tabakprodukten zum Erhitzen, zum Schnupfen und zum oralen Gebrauch im Jahr 2022. Bern: Faktenblatt.
  • Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) (2022). Gutachten zur Toxizität von Inhaltsstoffen in E-liquids. Bern: Publikation.
  • Centers for Disease Control and Prevention (CDC) (2024): About E-Cigarettes (Vapes) (englisch)
  • Dussy, F. et al. (2023). Einweg-E-Zigaretten. Kantonales Laboratorium Kanton Basel-Stadt. Basel: Bericht.

Weiterführende Informationen

  • Bächler, J., Baumann, I., Studer, H., Müller, S., & Wieber, F. (2025). Erhebung Gesundheit und Lifestyle 2023: Analyse des Tabak- und Nikotinkonsums. ZHAW. Zürich: Bericht
  • Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV): E-Zigaretten
  • E-Zigaretten (2022). Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention (AT) Schweiz: Infoblatt.
  • Kuendig, H. et al. (2017). Cigarette électronique et autres produits du tabac de nouvelle génération en Suisse en 2016 - Analyse des données du Monitorage suisse des addictions. Sucht Schweiz, Lausanne: Bericht (französisch mit deutscher Zusammenfassung). 

Medienauskünfte

Bundesamt für Gesundheit BAG
Tel. +41 58 462 95 05
media@bag.admin.ch

Auskunft

Tel. +41 58 463 60 45
obsan@bfs.admin.ch
https://www.obsan.ch/de/kontakt

Zuletzt aktualisiert

15.01.2026

Zitierweise

BAG & Obsan (2026). Konsum von E-Zigaretten (Alter: 15+) (MonAM-Indikator). https://ind.obsan.admin.ch/indicator/monam/_240

Copyright
© Obsan 2026
Nutzungsbedingungen