In der Schweiz waren 2025 71% der Befragten (eher) für ein Verbot von Einweg-E-Zigaretten sowie (eher) für ein generelles Werbeverbot für Tabak- und Nikotinprodukte. 62% der Bevölkerung befürworteten (eher) ein Verbot des Sponsorings von kulturellen Anlässen und Sportveranstaltungen durch die Tabak- und Nikotinindustrie.

Die Befragten wünschten sich am häufigsten ein Rauchverbot auf Terrassen von Restaurants und Cafés (42%). 39% der Bevölkerung befürworteten ein Rauchverbot auf Spielplätzen, 38% in Autos, in denen Kinder mitfahren und 32% in den Aussenbereichen rund um Kitas, Kindergärten oder Schulen.

Dieser Indikator ist Teil des Monitoringsystems Sucht und NCD (MonAM) des Bundesamtes für Gesundheit (BAG).

Strukturelle präventive Massnahmen im Bereich Tabak/Nikotin streben Veränderungen bei den Lebens-, Arbeits- und Umweltverhältnissen von Raucherinnen und Rauchern und solchen, die dem Passivrauch ausgesetzt sind, an. Strukturelle Massnahmen können die Reduktion der Verfügbarkeit von Suchtmitteln betreffen, z.B. über die Einführung von Alterslimiten oder die Bekämpfung des Zigarettenschmuggels. Andererseits können strukturelle Massnahmen die Nachfrage nach Suchtmitteln reduzieren, indem sie auf die Preispolitik oder die Einführung von Werbeverboten abzielen. Strukturelle Massnahmen schliessen auch solche zur Schaffung gesundheitsfördernder Lebensbedingungen wie den Schutz vor Passivrauchen ein. Die Einführung von strukturellen Massnahmen über Gesetze und Regeln ist ein politischer Entscheid, bei dem die Meinung der Bevölkerung zu berücksichtigen ist.

Definition

Der Indikator zeigt den Anteil an Personen, der die erwähnten Massnahmen im Bereich Tabak- und Nikotinprodukte befürwortet bzw. ablehnt.

Die Daten stammen aus der Online-Erhebung «Gesundheit und Lifestyle» des Bundesamtes für Gesundheit in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Statistik (n2018 ≈ 5600; n2022 ≈ 5400; n2025 ≈ 5800). Die Fragen lauteten (die Reihenfolge entspricht derjenigen in der Grafik):

Frage 1: «Inwieweit befürworten Sie die folgenden Massnahmen im Bereich des Verkaufs von Tabak- und
Nikotinprodukten?

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Quelle

Referenz

  • Tabak: Meinung der Bevölkerung zu Gesetzen und Wissen über Schädlichkeit im Jahr 2022 (2023). Bundesamt für Gesundheit (BAG), Bern: Faktenblatt.

Weiterführende Informationen

  • Krebs H. et al. (2011). Einstellungen der Schweizer Wohnbevölkerung zu Tabakwerbung und Sponsoring (2010). Tabakmonitoring – Schweizerische Umfrage zum Tabakkonsum. Psychologisches Institut der Universität Zürich, Sozial- und Gesundheitspsychologie, Zürich: Bericht.
  • Kuendig, H. et al. (2016). Publicité, prix et mises en garde: opinions et vécus relatifs à des législations sur les produits du tabac en 2015-2016 – Analyse des données du Monitorage suisse des addictions. Sucht Schweiz, Lausanne: Bericht (französisch mit deutscher Zusammenfassung).

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Zuletzt aktualisiert

12.02.2026

Zitierweise

BAG & Obsan (2026). Tabak/Nikotin: Meinung der Bevölkerung zur Regulierung (Alter: 15+) (MonAM-Indikator). https://ind.obsan.admin.ch/indicator/monam/_226

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