In den Jahren 2022/2023 lag der durchschnittliche tägliche Salzkonsum der Frauen in der Schweiz bei 7,4 Gramm und derjenige der Männer bei 9,9 Gramm. Der durchschnittliche Salzkonsum der Bevölkerung ab 18 Jahren lag damit insgesamt bei 8,7 Gramm pro Tag und somit deutlich über den international empfohlenen 5 Gramm pro Tag. Im Vergleich zu 2010/2011 sind diese Werte leicht gesunken.
20,9% der Frauen und 7,6% der Männer halten 2022/2023 die internationalen Empfehlung von 5 Gramm Salz pro Tag ein.
Dieser Indikator ist Teil des Monitoringsystems Sucht und NCD (MonAM) des Bundesamtes für Gesundheit (BAG).
Ein hoher Salzkonsum ist ein bedeutender Risikofaktor für Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Hirnschlag. Eine Reduktion des Salzkonsums hat in den letzten 20 Jahren gemeinsam mit anderen Präventionsmassnahmen und medizinischem Fortschritt zur sinkenden Sterblichkeit durch diese Krankheiten beigetragen (Vinci et al. 2021; siehe auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Hospitalisierung und Mortalität | MonAM | BAG). Eine Einschränkung des Salzkonsums auf 3 bis 5 Gramm pro Tag kann bei Bevölkerungsgruppen mit Bluthochdruck eine Verminderung des Blutdrucks bewirken. Zudem besteht ein wahrscheinlicher Zusammenhang zwischen einem erhöhten Salzkonsum und dem Risiko, an Magenkrebs zu erkranken.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt daher, den durchschnittlichen Salzkonsum der Bevölkerung auf 5 g pro Kopf und Tag zu senken. Massnahmen für einen tieferen Salzkonsum, etwa durch Aufklärung oder Reformulierung von verarbeiteten Lebensmitteln, sind auch in Zukunft von Bedeutung.
Der Indikator zeigt den durchschnittlichen Salzkonsum pro Tag in Gramm bei Personen ab 18 Jahren sowie den Anteil der Bevölkerung, der die Empfehlung von 5 g Salz pro Tag einhält.
Der Indikator basiert auf den Daten der beiden Studien von Chappuis, A. et al. (2011) sowie Chelbi, S.T. et al. (2024). Erhebungen zum Salzkonsum über Befragungen oder Ernährungstagebücher sind aufgrund falscher Angaben oder falscher Nährstofftabellen häufig fehlerhaft. Stattdessen empfehlen internationale Expertengruppen und die WHO den Salzkonsum über Salzausscheidung im Urin anzunähern (WHO/PAHO, 2010). Dazu wurde 2010/2011 und 2022/2023 eine landesweite Erhebung zur Ermittlung der durchschnittlichen Salzzufuhr anhand des 24-Stunden-Sammelurins durchgeführt.
Für die erste Studie im 2010/2011 wurden Proben von 1448 Personen ab 15 Jahren aus elf Zentren in neun Kantonen (Basel, Freiburg, Genf, Luzern, St. Gallen, Tessin, Waadt, Wallis, Zürich) erhoben. An der zweiten Studie von 2022/2023 haben 863 Personen ab 18 Jahren aus den Regionen rund um Bern, Zürich, Lausanne und Bellinzona teilgenommen. Durch die Auswahl der Studienzentren wurden jeweils alle drei Hauptsprachregionen der Schweiz (Französisch, Deutsch und Italienisch) abgedeckt. Es ist zu beachten, dass die Anzahl der Teilnehmer an der Studie 2022/2023 (858) im Vergleich zu 2010/2011 (1448) zurückgegangen ist.
Die Ergebnisse der Studie 2010/2011 beziehen sich auf die Bevölkerung im Alter von 15 Jahren und älter, während sich die Ergebnisse der Studie 2022/2023 auf Personen im Alter von 18 Jahren und älter beziehen. Die Ergebnisse der beiden Studien werden jedoch, aufgrund der geringen Anzahl an 15- bis 18-Jährigen in der ersten Erhebung, als vergleichbar angesehen.
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