Im Jahr 2022 wurden in der Schweiz rund 9200 Todesfälle dem Tabakkonsum zugeschrieben. Dies entspricht etwa 12% aller Todesfälle oder einem von acht Todesfällen in dem Jahr. Bei den Männern hat die Rate zwischen 1997 und 2022 von 212 auf 126 Todesfälle pro 100 000 Einwohner abgenommen. Bei den Frauen ist die Rate über den ganzen Zeitraum relativ stabil bei rund 80 Todesfällen pro 100 000 Einwohnerinnen geblieben. Diese Tendenz lässt sich auch am Anteil der tabakbedingten Todesfälle an allen Todesfällen erkennen: Während dieser Anteil bei Männern rückläufig war und 2022 bei 15,2% lag (1997: 24,0%), hat er sich bei den Frauen nur geringfügig verändert (1997: 9,3%, 2022: 9,8%). Die häufigsten Ursachen für tabakbedingte Todesfälle sind Krebs und kardiovaskuläre Erkrankungen mit einem Anteil von 46% bzw. 33% im Jahr 2022.
Dieser Indikator ist Teil des Monitoringsystems Sucht und NCD (MonAM) des Bundesamtes für Gesundheit (BAG).
Tabakkonsum ist ein wichtiger Risikofaktor für Todesfälle in der Schweiz. Haupttodesursachen infolge Tabakkonsum sind vor allem nichtübertragbare Krankheiten wie Herz-Kreislauferkrankungen, Lungenkrebs und andere Krebsarten sowie chronisch obstruktive Lungenkrankheit.
Der Indikator zur tabakbedingten Mortalität gibt Hinweise auf die Entwicklung der Auswirkungen des Tabakkonsums bei Männern und Frauen.
Dieser Indikator gibt die geschätzte Anzahl der tabakbedingten Todesfälle, die rohe (unstandardisierte) Mortalitätsrate pro 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner sowie den Anteil dieser Todesfälle an allen Todesfällen wieder. Zudem zeigt er die Verteilung der tabakbedingten Todesfälle nach Krankheitsbild.
Die Datengrundlagen für diesen Indikator bilden die Schweizerische Gesundheitsbefragung (SGB), die Todesursachenstatistik (CoD) und die Bevölkerungsstatistik (STATPOP) des Bundesamtes für Statistik (BFS) sowie weitere Datenquellen. Die Methodik der Berechnungen beruht auf einer Studie von Mattli et al. (2019). Die Details zu den Erkrankungen, die durch den Tabakkonsum entstanden sind und die Todesfälle verursacht haben, waren Gegenstand eines Zusatzauftrags an die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW). Diese Resultate sind nur im MonAM verfügbar.
Die durch den Tabakkonsum verursachten Todesursachen sind in folgende Kranheitsbilder kategorisiert:
Die Schätzungen berücksichtigen ausschliesslich die durch das Rauchen von Tabak verursachte Krankheitslast. Andere Konsumarten von Tabak, wie beispielsweise Snus oder Schnupftabak, sowie weitere Formen des Nikotinkonsums, wie beispielsweise E-Zigaretten, wurden nicht berücksichtigt. Auch die Krankheitslast des Passivrauchens wurde nicht berücksichtigt.
Bundesamt für Gesundheit BAG
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27.01.2026
BAG & Obsan (2026). Tabakbedingte Mortalität (MonAM-Indikator). https://ind.obsan.admin.ch/indicator/monam/_301