Die demografische Alterung wird in den kommenden Jahrzenten zu einem schnellen und starken Anstieg der Anzahl pflege- und betreuungsbedürftiger Personen in der Schweiz führen. Die Leistungen der Spitex tragen dazu bei, dass pflege- und betreuungsbedürftige Personen jeglichen Alters zuhause bleiben können. Zudem ermöglichen sie hospitalisierten Personen eine frühzeitige Rückkehr nach Hause. Neben den Pflegeheimen stellt die Spitex ein essenzielles Angebot in der Versorgung von älteren Personen dar.

Dieser Indikator zeigt die Summe der geleisteten Spitex-Pflegestunden pro Einwohnerin bzw. Einwohner. Das Dropdown-Menü ermöglicht die Betrachtung der Bevölkerung im Alter von 65 Jahren und älter oder der gesamten Bevölkerung. Ein vergleichsweise hohes Volumen der Spitex-Pflege deutet auf eine wichtige Rolle der häuslichen Pflege in der gesamten Versorgung hin sowie auf einen Kanton, der möglicherweise stärker auf die häusliche Versorgung ausgerichtet ist.

Definition

Dieser Indikator zeigt die Anzahl der Pflegestunden, die von der Spitex (inklusive selbstständiger Pflegefachpersonen) geleistet werden. Er ist nach Wohnkanton der Klientin bzw. des Klienten und pro Einwohnerin bzw. Einwohner dargestellt. 

Aus Gründen der Homogenität wurden zwei Arten von Organisationen von den Analysen ausgeschlossen.

  1. Organisationen, deren Tätigkeit sich auf eine einzige Krankheit konzentriert und die hauptsächlich Beratungsleistungen anbieten. Dazu gehören insbesondere die kantonalen Lungen- und Krebsligen sowie die kantonalen Diabetesverbände. Ihre Tätigkeit unterscheidet sich von der «klassischer» Spitex-Organisationen dahingehend, dass sie sich an eine grosse Anzahl von Klientinnen und Klienten richten, aber pro Klientin oder Klient nur sehr wenige Leistungsstunden erbringen.
     
  2. Organisationen, deren Tätigkeit sich auf die Vergütung von pflegenden Angehörigen konzentriert. Diese Organisationen schulen, vergüten und begleiten Personen, die – meist grundlegende – Pflege für Angehörige leisten. Nur die Organisationen, die unseres Wissens nach auf diesen Bereich spezialisiert sind, wurden ab 2021 aus den Analysen ausgeschlossen. Organisationen, die pflegende Angehörige zusätzlich zu ihrer „klassischen“ Tätigkeit vergüten, lassen sich derzeit nicht identifizieren.

Durch den Ausschluss dieser beiden Arten von Anbietern unterscheidet sich dieser Indikator von dem auf der Website des BFS bereitgestellten. Letzterer konzentriert sich auf die klassische häusliche Pflege, die nicht auf eine bestimmte Krankheit spezialisiert ist.

Grenzen der Analysen

Die dargestellten Daten sind nicht nach Alter und Geschlecht standardisiert, da das genaue Alter einer Person in der SPITEX-Statistik nicht erhoben wird und die geleisteten Stunden nicht nach Geschlecht aufgeschlüsselt sind.

Quellen

Referenzen

  • Füglister-Dousse, S., Dutoit, L. & Pellegrini, S. (2015). Soins de longue durée aux personnes âgées en Suisse. Evolutions 2006–2013 (Obsan Rapport 67). Neuchâtel: Schweizerisches Gesundheitsobservatorium.
  • Pellegrini, S., Dutoit, L., Pahud, O. & Dorn, M. (2022). Bedarf an Alters- und Langzeitpflege in der Schweiz. Prognosen bis 2040 (Obsan Bericht 03/2022). Neuchâtel: Schweizerisches Gesundheitsobservatorium.

Auskunft

Tel. +41 58 463 60 45
obsan@bfs.admin.ch
https://www.obsan.ch/de/kontakt

Zuletzt aktualisiert

16.04.2026

Zitierweise

Obsan (2026). Stunden pro Einwohner/-in der Spitex-Pflege (Obsan-Indikator). https://ind.obsan.admin.ch/indicator/obsan/_037

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